Häufige Fragen
Antworten rund um Entovia.
Was erfasst Entovia, wie arbeiten Collector und Dashboard zusammen und was wird noch entwickelt? Hier finden Sie die Antworten zu Insekten, Pflanzen und dem Einsatz im Feld.
Wie macht Entovia Biodiversität messbar?
Entovia verbindet Beobachtungen von Insekten, Pflanzen und ihren Interaktionen mit Ort, Zeitpunkt und Bildbelegen. So entsteht eine nachvollziehbare Datengrundlage für Vielfalt, Aktivität und Veränderungen im Saisonverlauf. Für aussagekräftige Vergleiche zwischen Flächen werden Messstellen und Beobachtungsdauer an die jeweilige Fragestellung angepasst.
Welche Insekten und Pflanzen umfasst Entovia?
Unser Ansatz umfasst alle Insektengruppen und die besuchten Pflanzen: Bestäuber, Nützlinge, Schädlinge und weitere Insekten werden gemeinsam betrachtet. Auch andere sichtbare Arthropoden können einbezogen werden. Wie genau einzelne Arten bestimmt werden können, hängt von Bildqualität und Datengrundlage ab und wird für die jeweiligen Zielgruppen im Feld geprüft.
Warum werden Insekten und Pflanzen gemeinsam betrachtet?
Biodiversität zeigt sich auch im Zusammenspiel der Organismen. Eine Beobachtung wird aussagekräftiger, wenn wir wissen, welches Insekt welche Pflanze besucht, wann es auftritt und wie sich diese Beziehungen verändern. Insekten- und Pflanzenbestimmung sind verfügbar; die gemeinsame Auswertung ihrer Interaktionen wird weiterentwickelt.
Wie funktioniert Entovia im Freiland?
Ein Smartphone beobachtet einen ausgewählten Pflanzenbereich, zum Beispiel eine Blüte, ein Blatt oder einen Stängel. Die KI erkennt Insektenaktivität und sichert relevante Ereignisbilder. Diese werden zur Bestimmung und Auswertung übertragen. Aufnahmen sind auch ohne dauerhafte Internetverbindung möglich; die Übertragung erfolgt, sobald wieder eine Verbindung verfügbar ist.
Benötigt Entovia spezielle Hardware?
Unser Ansatz basiert auf handelsüblichen Smartphones mit Kamera, Speicher und Rechenleistung. Für den Einsatz im Freiland kommen passende Halterungen und Wetterschutz hinzu. Je nach Einsatzdauer und Standort sind eine externe Stromversorgung oder weitere Sensoren sinnvoll.
Auf welcher Datenbasis arbeitet die Entovia-KI?
Für unsere eigenen Modelle nutzen wir frei lizenzierte und selbst annotierte Bilder. Wissenschaftliche Arbeiten bilden die methodische Grundlage. Eigene, fachlich geprüfte Feldaufnahmen sollen die Datenbasis für Insekten, Pflanzen und ihre Interaktionen erweitern und helfen, die Erkennung unter realen Bedingungen zu validieren.
Was funktioniert bereits und was wird noch entwickelt?
Die Erfassung am Smartphone, das Sichern von Insektenereignissen und die serverseitige Bestimmung von Insekten und besuchten Pflanzen funktionieren bereits. Die gemeinsame Auswertung, Standortvergleiche und Aussagen zur Wirkung von Maßnahmen werden schrittweise ausgebaut und im Feld validiert. Die interaktive Demo auf dieser Website zeigt den Ablauf anhand von Demoaufnahmen.
Welche biologische Expertise fließt in die Entwicklung ein?
Unser Team verbindet Biologie, Informatik und landwirtschaftliche Praxis. Biologische Fachkenntnisse fließen in die Auswahl der Messstellen, die Annotation von Insekten und Pflanzen, die Qualitätskontrolle und die Interpretation der Ergebnisse ein. Unsichere Bestimmungen brauchen eine fachliche Prüfung.
Welchen Mehrwert bietet Entovia gegenüber klassischen Erfassungsmethoden?
Wiederholte, automatisierte und nicht-letale Beobachtungen können mehrere Messstellen über längere Zeiträume abdecken. Bildbelege machen Ergebnisse nachvollziehbar; Zeitreihen zeigen Muster, die bei einzelnen Feldbegehungen leicht übersehen werden. Entovia ergänzt damit fachliche Erhebungen und unterstützt gezielte Kontrollen.
Wie zuverlässig ist die automatische Erkennung?
Licht, Bewegung, Verdeckung und die Ähnlichkeit von Arten beeinflussen die Erkennung. Wir prüfen getrennt, ob Ereignisse erkannt werden, ob die Bilder verwertbar sind und wie zuverlässig Insekten und Pflanzen bestimmt werden. Dafür vergleichen wir Ergebnisse mit fachlich annotierten Felddaten. Eine pauschale Genauigkeitsangabe für alle Arten wäre deshalb nicht aussagekräftig.
Wie wird Entovia weiterentwickelt?
Wir entwickeln Entovia zu einer Plattform, die Insekten, Pflanzen und Umfelddaten gemeinsam auswertet. Zusätzliche Sensorik und frei verfügbare Daten sollen das Bild eines Standorts ergänzen. Darauf aufbauend wollen wir Veränderungen verständlich darstellen und fachlich geprüfte Hinweise für biodiversitätsfördernde Maßnahmen ermöglichen.
Was wird in den Pilottests untersucht?
Wir prüfen den technischen Betrieb, die Bildqualität und die Erkennung der jeweiligen Insekten- und Pflanzengruppen unter realen Bedingungen. Dazu kommen die Auswahl geeigneter Messstellen, die Vergleichbarkeit der Daten, die Nutzerfreundlichkeit und der Nutzen für Landwirtschaft, Forschung und Naturschutz.